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Senatsbeschluss der AAU: Keine Studienbeiträge ab Wintersemester 2012/13
10.05.2012, 10:44 Uhr

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung den Antrag des Rektorats auf Änderung des Studienrechts in der Satzung abgelehnt. Damit werden an der AAU auch im Wintersemester 2012/13 keine Studienbeiträge eingehoben.

 

Mit großer Mehrheit hat der Senat der AAU in seiner Sitzung vom 9. Mai 2012 die Wiedereinführung von Studienbeiträgen abgelehnt. Der Senat entschied mit einer Mehrheit von 18 Stimmen, 2 Senatsmitglieder stimmten für eine Wiedereinführung, 3 enthielten sich der Stimme. Der Senat begründet sein Abstimmungsergebnis vor allem mit der derzeitigen rechtlichen Unsicherheit.

 

„Die Entscheidung wurde durch aktuelle Ereignisse dieser Tage, nämlich dem Beschluss der TU Wien gegen Studiengebühren sowie den starken Indizien für eine rasche Befassung und Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs, wesentlich beeinflusst. Wir können auf das Geld zwar kaum verzichten, der Preis dafür und die negative Signalwirkung erschienen dem Senat aber zu hoch“, berichtet Senatsvorsitzender Oliver Vitouch.

 

Der Wegfall der Einnahmen durch die Studiengebühren (rund 450.000 Euro) wird das Jahresergebnis für das Jahr 2012 verschlechtern. Die Universitätsleitung wird zwar kurzfristige Sparmaßnahmen einleiten, eine vollständige Kompensation des Einnahmeentgangs wird für die AAU aus eigenen Kräften jedoch kaum möglich sein. Dies besonders deshalb, da durch etwaige Maßnahmen keine Einschränkungen in den Kernaufgaben der Universität, nämlich Forschung und Lehre, erfolgen sollen.


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Neue Modellierungsstudie belegt: Hochgebirgsflora reagiert verzögert auf den Klimawandel
10.05.2012, 10:47 Uhr

Bestandsaufnahmen spiegeln nicht das volle Ausmaß des rezenten Klimawandels wider: Dies belegt eine neue Modellierungsstudie am Beispiel der Hochgebirgsflora der Alpen. Ein Team europäischer WissenschafterInnen um Stefan Dullinger vom Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie der Universität Wien stellt aktuell in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" ein Modell zu den Dynamiken von Wanderungsprozessen von Alpenpflanzen vor. Zu der Forschungsgruppe gehört unter anderem Christoph Plutzar (Institut für Soziale Ökologie der Alpen-Adria-Universität).


Als Reaktion auf die Erwärmung des Klimas ist eine Verschiebung der Verbreitungsgrenzen von Pflanzenarten in Richtung der Pole bzw. in höhere Lagen der Gebirge zu erwarten. Bisherige Prognosen solcher Arealschiebungen gehen von Voraussetzungen aus, die in vielen Fällen nicht zutreffen. Vorhersagen bezüglich des zu erwartenden regionalen Artenverlustes sind daher mit großen Unsicherheiten belastet.

 

Artenverluste basierend auf Klimaprognosen errechnen
In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" stellt ein Team europäischer WissenschafterInnen ein neues Modell vor, das die Dynamiken von Wanderungsprozessen besser abbildet. Basierend auf prognostizierten Klimaänderungen wurden die Arealveränderungen von 150 Pflanzenarten der Hochlagen ausgehend von ihrer heutigen Verbreitung innerhalb der Alpen berechnet. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts werden diese Hochgebirgsarten im Durchschnitt 44 bis 50 Prozent ihrer heutigen Fläche verlieren. Diese Verluste sind damit deutlich geringer als mit traditionellen Modellierungstechniken vorausgesagt.

 

Verzögertes Aussterben
Der neue Modellierungsansatz zeigt auch auf, dass Alpenpflanzen nicht unmittelbar auf klimatische Veränderungen reagieren. In der näheren Zukunft wird ein wesentlicher Anteil der Bestände in Gebieten zu finden sein, die sich für ein dauerhaftes Überleben der entsprechenden Arten nicht mehr eignen. Die lange Lebenszeit und ihre Fähigkeit zu klonalem Wachstum ermöglicht es den Arten jedoch, den Prozess des Aussterbens zu verzögern.

In den kommenden Jahrzehnten werden daher wahrscheinlich nur moderate Verluste an Pflanzenarten in den Alpen zu beobachten sein. "Unsere Ergebnisse zeigen jedoch klar, dass das gesamte Ausmaß der aktuellen Klimaerwärmung erst mit jahrzehnte-, wenn nicht jahrhundertelanger Verzögerung erkennbar sein wird", erklärt Stefan Dullinger von der Universität Wien.

 

Endemische Arten besonders bedroht
Die Wissenschafter konnten auch feststellen, dass endemische Arten – also Pflanzen, deren Verbreitung auf Teilgebiete der Alpen beschränkt ist – besonders sensibel auf die Klimaänderungen reagieren. Drei von vier dieser Arten werden mindestens 80 Prozent ihres derzeitigen Verbreitungsgebietes einbüßen, weil sie aufgrund ihrer Ausbreitungsfähigkeit klimatisch geeignete Areale nicht erreichen. Verstärkend kommt hinzu, dass sie häufig in randlichen Gebieten der Alpen vorkommen, deren geringere Gipfelhöhen ein Ausweichen in höhere Lagen nicht ermöglichen und damit zur klimatischen Falle werden. "Dies ist besonders besorgniserregend, weil endemische Arten ein natürliches Erbe darstellen, das einzigartig für eine Region ist und im Falle des lokalen Aussterbens einen unwiederbringlichen Verlust bedeutet", fügt Karl Hülber vom Wiener Institut für Naturschutzforschung und Ökologie (VINCA) hinzu.

 

Publikation in "Nature Climate Change"
Extinction debt of high-mountain plants under twenty-first-century climate change: Stefan Dullinger, Andreas Gattringer, Wilfried Thuiller, Dietmar Moser, Niklaus E. Zimmermann, Antoine Guisan, Wolfgang Willner, Christoph Plutzar, Michael Leitner, Thomas Mang, Marco Caccianiga, Thomas Dirnböck, Siegrun Ertl, Anton Fischer, Jonathan Lenoir, Jens-Christian Svenning, Achilleas Psomas, Dirk R. Schmatz, Urban Silc, Pascal Vittoz, & Karl Hülber. Online ab 6. Mai 2012. DOI: 10.1038/NCLIMATE1514

 

Diese Presseaussendung wurde von der Universität Wien gestaltet und veröffentlicht.

 

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CHE-Ranking 2012: Spitzenwerte für das Bachelorstudium Informatik
10.05.2012, 10:43 Uhr

Das Bachelorstudium Informatik an der Alpen-Adria-Universität verteidigt seine Top-Position im Vergleich von Universitäten im deutschsprachigen Raum. Nach 2009 weist die Klagenfurter Informatik auch 2012 wieder hervorragende Ergebnisse in der Studierenden- und AbsolventInnenbefragung auf.

 

In der Studierendenbefragung liegt das Bachelorstudium Informatik bei den Indikatoren „Gesamturteil Studiensituation“ und „Betreuung durch Lehrende“. in der Spitzengruppe der beteiligten Universitäten. Dies spiegelt die bekannten Erfolgsfaktoren der AAU wider: kleine Studierendenzahlen ermöglichen ein zügiges und bestens organisiertes Studium. Der Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden ist intensiv und ermöglicht einen regen und gewinnbringenden Austausch: Forschung und Lehre sind eng miteinander verzahnt. Die Studierenden profitieren schnell von neuesten Forschungserkenntnissen und können sich selbst einbringen.

 

Gute Ergebnisse weist das Informatikstudium auch bezüglich der Kriterien „Lehrangebot“, „Studierbarkeit“, Kontakt Studierende“, „Evaluation“, „Auslandsaufenthalte“, „Berufsbezug“, „E-Learning“, „Bibliothek“, „IT-Ausstattung“, „Räume“, „Wissenschaftsbezug“ sowie „Internationale Ausrichtung“ auf. Mit diesem Gesamtergebnis steht die Informatik an der AAU sowohl im aktuellen Ranking als auch im Ranking von 2009 im österreichischen Universitätenvergleich unangefochten an erster Stelle.

 

Die AAU hat als einzige österreichische Universität zusätzlich bei der AbsolventInnenbefragung im Fach Informatik teilgenommen und kann sich auch hier über Spitzenplätze freuen. Von den insgesamt zehn Indikatoren liegt die Klagenfurter Informatik bei den Indikatoren „Aufbau und Struktur des Studiums“, „Didaktische Vermittlung“ und „Betreuung durch Lehrende“ in der Spitzengruppe.

 

Das CHE-Hochschulranking ist der größte und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum: 300 Hochschulen und insgesamt 36 Fächer werden analysiert und verglichen. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bewertet in Zusammenarbeit mit ZEIT ONLINE Universitäten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Im Teilbereich der Informatik haben sich insgesamt 78 Universitäten aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Italien, Rumänien und Österreich dem Vergleich gestellt.

 

Details zu den Ergebnissen sind unter ZEIT ONLINE abrufbar. 

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Klagenfurter AbsolventInnen beim Empfang des österreichischen Botschafters in London
10.05.2012, 10:42 Uhr
Auf Einladung des Botschafters der Republik Österreich, Emil Brix, trafen sich im April österreichische AbsolventInnen in der Residenz in London zu einem Empfang.

 

 

AbsolventInnen der Alpen-Adria-Universität sind auch im Ausland gefragt. Immer mehr zieht es in die Metropolen Europas und in die ganze Welt. So auch nach London!

 

Botschafter Emil Brix begrüßte die AbsolventInnen herzlich in der österreichischen Residenz in London. Grußworte kamen von Gordana Popovic, Universitätsrätin der Uni Salzburg und von dem Vizerektor der Uni Graz, Peter Riedler. Neben den AbsolventInnen der Alpen-Adria-Universität nahmen die Universität Salzburg, die Karl-Franzens-Universität Graz, die Technische Universität Wien, die Diplomatische Akademie Wien, die Johannes Kepler Universität sowie die Donauuniversität Krems und die Medizinische Universität Wien teil. Rund 85 österreichische AbsolventInnen nutzten die Gelegenheit zum Vernetzen und Austauschen.

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Botschafter Emil Brix (dritter von links) mit AbsolventInnen der AAU (© alumni Graz)

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Josef Winkler ist neuer Präsident des Österreichischen Kunstsenats
02.05.2012, 16:19 Uhr

Der Kärntner Schriftsteller und Ehrendoktor der Alpen-Adria-Univ  ersität Klagenfurt ist für drei Jahre zum Vorsitzenden des ministeriellen Kunstberatungsgremiums gewählt worden.

 

Das berufliche Leben des prominenten, 1953 in Kamering geborenen  Autors  ist eng mit der Universität Klagenfurt verknüpft.   Mit 20 Jahren begann er als Schreibkraft in der Verwaltung der damaligen Klagenfurter „Hochschule für Bildungswissenschaften“ und blieb es bis 1982. In dieser Zeit gründete er gemeinsam mit Alois Brandstetter  den  "Literarischen Arbeitskreis", gab die  Literaturzeitschrift "Schreibarbeiten" heraus und erhielt 1979 den Verleger-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs, der ihn einem breiten Publikum bekannt machte und zur Veröffentlichung des ersten Buches "Menschenkind" im Suhrkamp Verlag führte. Es folgten viele weitere Preise, zuletzt 2007 der Große Österreichische Staatspreis für Literatur und 2008 der Georg-Büchner-Preis. Das  Ehrendoktorat der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wurde ihm 2009 zuteil. Winkler lehrt regelmäßig an der Universität. 

 

Zumindest für die nächsten drei  Jahre wird Winkler nun  Präsident des Österreichischen Kunstsenats sein. Dieses Beratungsgremium des Bundesministeriums besteht aus 21 Künstlerpersönlichkeiten (darunter auch Peter Handke, ein weiterer Ehrendoktor der Alpen-Adria-Universität), die zuvor einen Staatspreis erhalten haben und dessen Aufgaben es sind, „ die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten, die öffentlichen Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten und Maßnahmen zur Kunstförderung und zur Bewahrung der kulturellen Substanz anzuraten. In seine Kompetenz fällt das Vorschlagsrecht für den Großen Österreichischen Staatspreis und das Vorschlagsrecht für die Berufung der Staatspreisträger in den Kunstsenat.“ (www.kunstsenat.at)

 

Der Staatspreis wird seit 1950 vergeben. Bis 1970 gab es jährlich mehrere Staatspreise, seit 1971 wird nur mehr ein Staatspreis pro Jahr abwechselnd in den Sparten Architektur, Bildenden Kunst, Literatur und Musik verliehen.

 

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Wie kann man mit Ideen Geld verdienen? build! Gründerzentrum Kärnten organisierte die beliebteste Station der Langen Nacht der Forschung
02.05.2012, 16:14 Uhr
7.000 Menschen besuchten die Lange Nacht der Forschung am vergangenen Freitag und viele von ihnen wählten per SMS die beliebteste Station. Die meisten Stimmen fielen auf die Station "Wie kann man mit Ideen Geld verdienen?".

 

 

Ideen gibt es viele! Einige davon haben das Zeug zur Geschäftsidee und schaffen es in die konkrete Umsetzung. Dabei werden die kreativen Köpfe vom build! Gründerzentrum Kärnten unterstützt, das bei der Langen Nacht der Forschung am vergangenen Freitag Einblick in Forschungs- und Entwicklungsarbeit, Dienstleistungen und Produkte ermöglichte. Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer enthüllten im Rahmen der LNF fünf Erfolgsgeheimnisse ihrer Selbstständigkeit.

 

Insgesamt waren 16 Gründerunternehmen an der Station beteiligt. Stefan Oberhauser vom build! Gründerzentrum dazu: "Bei uns war den ganzen Abend über extrem viel los. Von den Gästen bekamen wir die Rückmeldung, dass die Vielfalt an unserer Station überwältigend war. Es gab für jeden und jede - von Klein bis Groß - etwas zu entdecken." Die vorgestellten Innovationen wurden in fünf Bereiche eingeteilt: Grüne Energie, Holz, Fliegen, Lebenslanges Lernen sowie Navigation & Orientierung. Die innovativen Ideen reichen von Solarbrunnen über Swimmingpools aus Holz bis zu mobilen Flughafenterminals, ausgeklügelten Merkmethoden und Indoor-Navigationssystemen mittels Augmented Reality.

 

Die Preise für die beliebteste LNF-Station, aber auch für die ausgelosten Voterinnen und Voter wurden am Montag, 30. April 2012 übergeben. Zu gewinnen gab es für die Station eine einseitige Präsentation in der Kleinen Zeitung sowie für die BesucherInnen ein iPad und einen Ballonflug, gesponsert von Kelag. Die Preise überreichten Gerd Bacher (Verkaufsleitung Anzeigen und Marketing Kärnten, Kleine Zeitung), Michael Marketz (Vorstandsassistenz, Kelag), Harald Dobernig (Landesrat, Land Kärnten), Hans Schönegger (Geschäftsführung, Lakeside Park) und Oliver Vitouch (Senatsvorsitz, Alpen-Adria-Universität).

 

Fotos: Johannes Puch

 

 
(c) Johannes Puch
Alle GewinnerInnen mit den Veranstaltern und Sponsoren

(c) Johannes Puch
v.l.n.r.: Michael Marketz, Harald Dobernig, Niko Köfer (Gewinner des Ballonflugs), Hans Schönegger und Oliver Vitouch

(c) Johannes Puch
v.l.n.r.: Harald Dobernig, Romina Spitzer (Gewinnerin des iPad), Hans Schönegger und Oliver Vitouch

(c) Johannes Puch
v.l.n.r.: Gerd Bacher, Hans Schönegger, Stefan Oberhauser (build!) und Oliver Vitouch


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Antrittsvorlesungen der ProfessorInnen des Instituts für Mathematik
02.05.2012, 16:13 Uhr

Drei neue ProfessorInnen und eine Antrittsvorlesung: Clemens Heuberger, Barbara Kaltenbacher und Christian Pötzsche stellen sich am 2. Mai 2012 gemeinsam in einer Antrittsvorlesung vor und referieren zu ihrem Forschungsgebiet der Mathematik.


 

Der Rektorat der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der Dekan der Fakultät für Technische Wissenschaften Martin Hitz laden ein zu den
Antrittsvorlesungen von

 

Clemens Heuberger

Fachbereich: Diskrete Mathematik

Barbara Kaltenbacher

Fachbereich: Angewandte Analysis

Christian Pötzsche

Fachbereich: Angewandte Analysis II


Mittwoch, 2. Mai 2012
17 Uhr c. t.
Z.1.09
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt


 

Clemens Heuberger

 

„Anwendungsgebiete diskreter Mathematik: Von Molekülen über Ziffern zu Verschlüsselungstechniken“

 

Zum Inhalt
In diesem Vortrag wird ein Bogen über verschiedene Anwendungsgebiete der diskreten Mathematik gespannt. Eigenschaften wie z. B. Siedepunkte von Molekülen hängen mit gewissen Kennzahlen ihrer mathematischen Modellierung in Form von Graphen zusammen. Diesbezüglich optimale Graphen können manchmal durch besondere Ziffernsysteme beschrieben werden. Ziffernentwicklungen können wiederum auch benutzt werden, um die Grundoperationen in der asymmetrischen Kryptographie zu beschleunigen. Dies trägt zur Sicherheit von modernen Verschlüsselungstechniken, z. B. im Internet, bei. Neben der Entwicklung solcher Verfahren steht auch deren präzise mathematische Analyse im Zentrum des Interesses.


Zur Person
Clemens Heuberger, geboren 1975 in Graz, ist seit 1. Februar 2012 Professor für Diskrete Mathematik an der Alpen-Adria-Universität. Heuberger studierte Technische Mathematik an der Technischen Universität Graz, wo er 1999 „sup auspiciis praesidentis“ promovierte und sich zwei Jahre später habilitierte. Seit 2001 lehrte und forschte Heuberger als ao.-Univ.-Prof. für Mathematik an der TU Graz.

Forschungsschwerpunkte:
Diskrete Mathematik, Kryptographie, Analyse von Algorithmen


 

Barbara Kaltenbacher

 

„Inverse Probleme: Prinzipien und Anwendungen“

 

Zum Inhalt
Inverse Probleme sind ein Gebiet der Angewandten Mathematik, in dem Rückschlüsse gezogen werden: Entweder soll aus indirekten Beobachtungen auf deren Ursachen geschlossen werden, oder man möchte die Ursachen eben genau so einstellen, dass gewünschte Effekte eintreten. Was das konkret bedeutet, wird zunächst anhand des klassischen Problems der Computertomographie beleuchtet. Einen kleinen Einblick in die mathematischen Besonderheiten inverser Probleme liefert dann die elementare Problemstellung des numerischen Differenzierens. Abschließend soll eine Übersicht aktueller Projekte einen Ausblick auf die Vielfalt der Anwendungen inverser Probleme geben.

 

Zur Person
Barbara Kaltenbacher, geboren 1969 in Linz, ist seit 1. März 2011 Professorin für Angewandte Analysis an der Alpen-Adria-Universität. Kaltenbacher studierte Mathematik an der Universität Linz, wo sie 1996 promoviert wurde und sich 2003 habilitierte. Sie forschte und lehrte an der Universität Erlangen, an der Universität Göttingen, bis 2009 hatte sie eine Professur an der Universität Stuttgart und anschließend an der Universität Graz.

Forschungsschwerpunkte:
Inverse Probleme, Mathematische Modellierung mit partiellen Differentialgleichungen, Anwendungen z. B. in der nichtlinearen Akustik, Elektromagnetik, Piezoelektrizitaet

 

Christian Pötzsche

 

„Nichtautonome Dynamik: Motivation, Theorie und Anwendungen“

 

Zum Inhalt
Dynamische Systeme sind mathematische Modelle von Vorgängen der realen Welt, welche sich im Laufe der Zeit verändern. Von einfachen Bewegungen eines Pendels, wie man sie im Physikunterricht der Schule kennenlernt, reichen die Beispiele über chemische Reaktionen, biologische Wechselwirkungen, soziologische Interaktionen bis hin zu komplexen Klima-Modellen. Sie sind damit in buchstäblich allen Bereichen unseres Lebens, auf jeder Größenskala, vom Mikro- bis in den Makrokosmos  sowie von den einfachsten linearen Modellen bis hin zu den heutzutage viel diskutierten nichtlinearen, chaotischen oder zufälligen Systemen. Im Vortrag werden klassische wie auch moderne Probleme und Ansätze aus den genannten Bereichen vorgestellt.


Zur Person
Christian Pötzsche, geboren 1972 in Bayern, ist seit 1. Oktober 2011 Professor am Institut für Mathematik an der Alpen-Adria-Universität. Pötzsche studierte Mathematik an der Universität Augsburg, wo er auch promoviert wurde. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte für zwei Jahre als Postdoc an die University of Minnesota in Minneapolis. Anschließend arbeitete er als Privatdozent an der TU München am Zentrum Mathematik, wo er sich 2010 im Bereich dynamische Systeme habilitierte.

Forschungsschwerpunkte:
Dynamische Systeme, nichtlineare Analysis

 

 
Clemens Heuberger_Foto Hoi
Clemens Heuberger, Diskrete Mathematik (Foto: Hoi)

Barbara Kaltenbacher (Foto: Furgler)
Barbara Kaltenbacher, Angewandte Analysis (Foto: Furgler)

Christian Pötzsche, Foto: Hoi
Christian Pötzsche, Angewandte Analysis II (Foto: Hoi)

 

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Keine Ausbildung für die InformatikerInnen und MathematikerInnen von morgen?
02.05.2012, 16:03 Uhr

Die Abschaffung der Lehramtsstudien Informatik, Physik, Chemie und Mathematik für NeuanfängerInnen an der TU Wien regte die Diskussion über den im EU-Vergleich größten Lehrermangel in Österreich an. Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt steht diesem Trend entgegen und konzentriert sich auf die qualitative Verbesserung der Informatik- und Mathematik-Lehrerausbildung.

 


Laut EU-Bildungsbericht herrscht in Österreich der größte Lehrermangel in Fächern wie Informatik, Physik, Chemie und Mathematik. Dies ist bedauerlich, da von rund 51 Prozent der Jugendlichen ein verstärkter Umgang mit Computern und Informatik in der Schulbildung gefordert wird, so die Meinungsforschung.


An der AAU werden daher diese Studiengänge inhaltlich ausgebaut. Vor allem Studierende des Lehramts für Informatik und Informationsmanagement profitieren vom erst vor kurzem eröffneten „Regionalen Fachdidaktikzentrum Informatik Kärnten“ (RFDZ-IK).

Das RFDZ-IK, das in einer Partnerschaft zwischen der Alpen-Adria-Universität, der Viktor Frankl Hochschule Kärnten (PH), dem Landesschulrat Kärnten und der Schulabteilung des Amts der Kärntner Landesregierung gegründet wurde, widmet sich vordergründig der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Lehre und Schulverwaltung. Somit ist auf lange Zeit die Qualität des Informatikunterrichts an Kärntner Schulen gewährleistet.


Im Gegensatz zur TU Wien sind an der Alpen-Adria-Universität keine Angebotskürzungen bei den Lehramtsstudien angedacht, so Roland Mittermeir, Gründer des RFDZ-IK und Vorstand des Informatik-Didaktik-Instituts. „Die Universität Klagenfurt wird im Rahmen ihres gesamten Studienprogramms auch weiter die Lehramtsstudien Informatik und Mathematik anbieten. In beiden Fächern  liegen sehr gute Betreuungsverhältnisse vor. Der Fokus auf die Lehramtsstudien Informatik und Mathematik wird auch durch die beiden Kompetenzzentren RFDZ-IK und AECC-Mathematik unterstrichen, die über diverse Forschungsvorhaben eng in die internationale Scientific Community eingebunden sind“ meint Mittermeir.


Nähere Informationen unter: www.rfdz.schulinformatik.at  



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Kärnten ist neugierig! 7.000 BesucherInnen bei der Langen Nacht der Forschung
02.05.2012, 15:57 Uhr

Alpen-Adria-Universität und Lakeside Science & Technology Park luden zum Bummel durch die Welt der Wissenschaft – und Tausende kamen.

 

Forschung ist nicht nur die Basis für die Weiterentwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft, sondern auch Publikumsmagnet, wie die Lange Nacht der Forschung am 27. April 2012 unter Beweis stellte. 7.000 Besucherinnen und Besucher stürmten die 67 Forschungsstationen an der Alpen-Adria-Universität und im Lakeside Science & Technology Park.

 

Dort bekamen sie Einiges geboten: Sie experimentierten z. B. mit NaturwissenschaftlerInnen im Lerngarten der Pädagogischen Hochschule, beobachteten mit einer speziellen Kamera das Aufplatzen von Popcorn, lernten, was man aus Holz machen kann, planten die „beste“ Stadt und tauchten in die Welt der Römerzeit ein. Einer der Höhepunkte der Langen Nacht der Forschung war der Vortrag von ORF-Anchorman Armin Wolf, der zur „Vernetzten Neuen Welt“ referierte, in der Wissen und Information auf eine neue Weise verbreitet werden. Eine seiner Thesen lautet: „Die Wirkung des Internets ist ähnlich epochal einzuschätzen wie die Erfindung des Buchdrucks vor einem halben Jahrtausend.“

 


Die Veranstalter von Alpen-Adria-Universität und Lakeside Science & Technology Park zeigen sich von den Besucherzahlen begeistert, denn, so Vizerektorin für Forschung Friederike Wall: „Forschung ist unsere Zukunft: Wir hinterfragen Bestehendes, mehren Wissen und entwickeln Neues. Sie betrifft daher jede und jeden. Umso erfreulicher ist, dass so viele die Gelegenheit wahrgenommen haben, hinter die spannenden Kulissen der Forschung zu blicken“.

 

Auch für KWF-Vorstand Hans Schönegger sind „Lernen, Lehren, Forschen & Entwickeln sowie die Umsetzung von Projekten die Säulen unseres Innovationssystems. Das hohe Interesse zeigt, dass die dynamische Entwicklung im Forschungsbereich von vielen Kärntnerinnen und Kärntnern mitgetragen wird.“

 

Bildergalerie: Lange Nacht der Forschung

 

Weiterführende Links:

Lange Nacht der Forschung 2012

Lakeside Science & Technology Park

 


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U23: Physik? Da stehen einem die Haare zu Berge!        U22: Wie werden Videos in Zukunft produziert?

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U07: Wie lebten die Römerinnen und Römer in Kärnten?   Eröffnung der LNF 2012: Präsentation der Stationen in einer 30 '' Madness-Show

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U12: Why is it difficult to listen and to understand?          U24: Nicht immer ist alles so, wie es scheint ...



Fotovermerk: uniklu/hoi

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Erklärung der Universitätsleitung
02.05.2012, 15:43 Uhr

In seiner heutigen Sitzung hat der Universitätsrat im Konsens mit den Mitgliedern des Rektorats eine Änderung der Geschäftsordnung des Rektorats beschlossen. Dementsprechend übernimmt für die Zeit bis zur Neuwahl einer Rektorin oder eines Rektors die Vizerektorin für Forschung, Friederike Wall, die Vertretung des Rektors.

 

Die Vizerektorin für Personal und Frauenförderung, Sabine Kanduth-Kristen, und der Vizerektor für Internationale Beziehungen und Lehre, Hubert Lengauer, haben mit dem Universitätsrat eine einvernehmliche Lösung ihrer Arbeitsverhältnisse vereinbart und bleiben bis zum Amtsantritt der neu zu bestellenden VizerektorInnen im Amt.

 

Alle Beteiligten betonen, sich nach Kräften zu bemühen, zu einer gedeihlichen Entwicklung der Alpen-Adria-Universität beizutragen.

 

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Mitteilung des Universitätsrates
02.05.2012, 15:42 Uhr

Unirat enthebt Rektor Mayr seines Amtes

 

Der Universitätsrat der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU), bestehend aus Arndt Bode, Irene Etzersdorfer, Marianne Kager, Dušan Nečak, Siegfried Spanz, Herta Stockbauer und Friedrich M. Zimmermann, hat in der gestrigen Sitzung das Amtsenthebungsverfahren gegen den bisherigen Rektor Heinrich C. Mayr abgeschlossen.


Dieses Verfahren ist das einzige gesetzlich vorgesehene Instrument des Universitätsrats, um z. B. schwere Pflichtverletzungen oder einen begründeten Vertrauensverlust eines Rektors zu prüfen und ihn deswegen abzuberufen. Die nunmehrige Entscheidung zur Abberufung des Rektors wurde von den anwesenden Mitgliedern des Universitätsrates einstimmig gefasst – wie dies bislang bei allen wesentlichen Beschlüssen rund um das Abberufungsverfahren der Fall gewesen war. Durch die österreichische Gesetzeslage ist es dem Universitätsrat explizit untersagt, die Gründe für die Abberufung zu veröffentlichen, da damit die Amtsverschwiegenheit verletzt werden würde.


Prof. Mayr nach Zustellung des Bescheids nicht mehr Rektor
Der das Abberufungsverfahren abschließende Bescheid wurde der Anwaltskanzlei von Rektor Mayr inzwischen zugestellt. Heinrich C. Mayr ist seit der Zustellung des Bescheids an seine Anwaltskanzlei nicht mehr Rektor der AAU. Gemäß der Geschäftsordnung des Rektorats der AAU vertritt danach der Vizerektor für Internationale Beziehungen und Lehre, Hubert Lengauer, interimsmäßig den Rektor. Er und die weiteren Vizerektorinnen (Friederike Wall und Sabine Kanduth-Kristen) bleiben bis zum Amtsantritt der auf den Vorschlag der neuen Rektorin oder des neuen Rektors gewählten Vizerektorinnen und Vizerektoren weiter im Amt.


Vertrauen zu stark erschüttert
Den Mitgliedern des Universitätsrates ist die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst. Sie haben mit großer Sorgfalt geprüft, ob andere Möglichkeiten bestehen, ehe sie sich für die Abberufung entschieden haben. Hierbei war ausschlaggebend, dass der Universitätsrat das Abberufungsverfahren einzuleiten hat, wenn er der Ansicht ist, dass gesetzlich bestimmte Abberufungsgründe vorliegen. Der Gesetzgeber hat ihn insoweit zum Hüter der universitätsgesetzlichen Regelungen bestimmt. In Wahrnehmung dieser Aufgabe sind die Ratsmitglieder zu entsprechender Sorgfalt verpflichtet und müssen auch unangenehme Situationen in Kauf nehmen, wenn nach ihrer Beurteilung Abberufungsgründe vorliegen.


Im Rahmen des sorgfältig geführten Ermittlungsverfahrens wurde Heinrich C. Mayr Parteiengehör und Akteneinsicht gewährt, er hat seine Parteienrechte wahrgenommen und eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben. Auch der Senat hat von seinem Anhörungsrecht Gebrauch gemacht und zwei Stellungnahmen abgegeben. Es war daraufhin vom Universitätsrat als Behörde der entscheidungsrelevante Sachverhalt festzustellen. Aufgrund des Ermittlungsverfahrens hat der Universitätsrat in einer umfassend begründeten Entscheidung festgestellt, dass die Voraussetzungen einer Abberufung vorliegen. Der Universitätsrat hat daher mit Bescheid die Abberufung ausgesprochen.


Verfahren wurde fair und sachlich geführt
Der Universitätsrat hat sich stets um ein objektives Verfahren bemüht, dessen Korrektheit der zuständige Bundesminister Karlheinz Töchterle als Ergebnis des aufsichtsbehördlichen Verfahrens nach einer ausführlichen, mehrere Wochen dauernden Prüfung ausdrücklich festgestellt hat. Die immer wieder auftretende Kritik an der Verfahrensführung weisen alle Ratsmitglieder daher zurück. Das gesamte Verfahren beruht auf rein sachlichen Grundlagen. Einzelnen Universitätsratsmitgliedern immer wieder unterstellte Ressentiments persönlicher Art gegen Heinrich C. Mayr gibt es nicht. Auch Kritik an der starken Rolle des Universitätsrats bei der Abberufung des Rektors sowie daran, dass der Senat nicht in die endgültige Entscheidung eingebunden werden könne, ändert nichts an den gesetzlich verankerten Zuständigkeiten, die der Universitätsrat wahrzunehmen hat.

 

Nächster Schritt: Ausschreibung des Rektorspostens
Es ist für die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wichtig, möglichst rasch wieder ein starkes Rektorat zu haben, das sich in Kooperation mit den anderen Universitätsorganen zukunftsweisenden Entscheidungen stellen kann. Der Universitätsrat strebt daher im Sinne der von ihm zu wahrenden Interessen der Universität an, die Stelle des Rektors auf alle Fälle so rasch wie möglich auszuschreiben.


Der Universitätsrat geht gleichwohl davon aus, dass Heinrich C. Mayr den Abberufungsbescheid – wie bereits medial angekündigt – im rechtsstaatlich vorgesehenen Weg beim Verwaltungs- und/oder Verfassungsgerichtshof bekämpfen wird. Falls seiner Beschwerde in diesen Verfahren aufschiebende Wirkung gewährt wird und er daher vorläufig bis zur Entscheidung über seine Rechtsmittel weiterhin Rektor bleiben sollte, wird der Universitätsrat die Zusammenarbeit mit ihm zum Wohle der Universität fortsetzen und den Beginn der Amtszeit des künftigen Rektors mit dem Ablauf der Amtszeit von Heinrich C. Mayr abstimmen. Bei Rektorswahlen ist es schließlich durchaus üblich, dass zwischen der Ausschreibung und dem Amtsantritt des neuen Rektors mehrere Monate liegen. Nicht nachvollziehbar sind daher die medial kolportierten Ankündigungen des Rechtsvertreters von Heinrich C. Mayr, sein Mandant werde versuchen zu verhindern, dass in der Zwischenzeit ein neuer Rektor bestellt wird ("Kleine Zeitung" vom 13.4.2012); dies stünde nach Ansicht des Universitätsrates jedenfalls in krassem Widerspruch zu den Interessen der AAU.


Nach Vorliegen der Bewerbungen wird eine Findungskommission eingerichtet. Diese besteht aus der Vorsitzenden des Universitätsrates und dem Vorsitzenden des Universitätssenats, Oliver Vitouch. Diese hat die Aufgabe, die Bewerbungen auf ihre Korrektheit zu prüfen und mit einem nicht bindenden Dreiervorschlag für die Rektorswahl an den Universitätssenat zu übermitteln. Der Universitätssenat erstellt daraus einen endgültigen Dreiervorschlag an Kandidaten. Daraus wählt der Universitätsrat dann den Rektor.


Universitätsrat blickt positiv in die Zukunft
Der Universitätsrat blickt nun vor allem in die Zukunft. Die universitäre Landschaft in Österreich stellt die AAU vor große nationale und internationale Herausforderungen. Es kann nur mit einer vorbehaltslosen Schwerpunktsetzung auf Forschung und Lehre gelingen, diese zu meistern. Der Universitätsrat unterstützt eine bewusste Konzentration auf diese Kernaufgaben der Universität und bringt dies mit dem Schlagwort „more brains than bricks“ zum Ausdruck.
Im Zuge der Fokussierung der AAU auf Qualität in Forschung und Lehre stimmt den Universitätsrat insbesondere das Ergebnis der Definition von sieben zukünftigen interdisziplinären Forschungsschwerpunkten im Rahmen des Entwicklungsplans positiv. Gemeinsam mit den DekanInnen ist hier ein Programm entstanden, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AAU künftig international angesehene Forschung durchführen können, die auch positive Impulse in der Lehre geben wird.


Der Universitätsrat wird weiterhin sein Bestes geben, um die Universität bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen.

 


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UNWTO Generalsekretär Taleb Rifai unterzeichnet Memorandum „Tourismus und Frieden“ mit der AAU
02.05.2012, 15:41 Uhr

Studienauftrag der Welttourismusorganisation der UNO (UNWTO) an das Zentrum für Friedensforschung und -pädagogik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt


Die Welttourismusorganisation der UNO (UNWTO) startet gemeinsam mit dem Zentrum für Friedensforschung und -pädagogik in Klagenfurt ein Forschungsprojekt, das anhand konkreter Fallstudien aufzeigen soll, unter welchen Umständen der internationale Tourismus zum Frieden beitragen kann.

 

Ein entsprechendes „Memorandum of Understanding“ unterzeichneten UNWTO Generalsekretär Taleb Rifai und die Dekanin der Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Alpen-Adria-Universität, Verena Winiwarter, am 24. April 2012 im Wirtschaftsministerium in Wien. „Es freut mich, dass die Welttourismusorganisation Österreich als Standort für dieses Projekt ausgewählt hat und somit eine weitere bedeutsame Facette des internationalen Tourismus in Österreich erforscht wird“, unterstreicht Minister Mitterlehner die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium. Es hat eine finanzielle Förderung des Projekts in Form eines außerordentlichen Mitgliedsbeitrags an die UNWTO in der Höhe von rund 6.000 Euro zugesagt.

 

Der wohlstandsfördernde Aspekt des Tourismus ist am Beispiel Österreichs mit ca. 126 Mio. Nächtigungen im vergangenen Jahr und einem Anteil von 7,4 Prozent am österreichischen BIP klar ersichtlich. Dass touristische Kooperationen und interkulturelle Begegnungen durch Reisen aber auch eine wichtige Form von Konfliktprävention sein können, ist öffentlich weniger bekannt. „Wir wollen daher zeigen, wie der Tourismus neben der wirtschaftlichen und regionalen Entwicklung auch zu Konfliktprävention und Versöhnung beitragen kann“, so Werner Wintersteiner, Leiter des Zentrums für Friedensforschung und –pädagogik der AAU. Denn „Reisen ist die Sprache des Friedens“, habe schon vor mehr als einem halben Jahrhundert Mahatma Gandhi befunden.

 

Der Generalsekretär der UNWTO, Taleb Rifai, sieht Österreich dank seiner hohen Tourismuskompetenz und seiner Einrichtungen im Bereich Friedensforschung als einzigartigen Standortvorteil für die Durchführung dieses Projektes und betont: „Tourismus kann ein sehr wirksames Instrument in der Friedenskonsolidierung sein. Es bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen und erlaubt Ideen und Einstellung auszutauschen und sich mit anderen Ansichten vertraut zu machen. Dieser Austausch ist die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und Toleranz.“

 

Link zum Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik

 

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Taleb Rifai und Verena Winiwarter (1. Reihe), Cordula Wohlmuther, Elisabeth Udolf-Strobl und Werner Wintersteiner (v.l.n.r. 2. Reihe)

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Alpen-Adria-Universität für Netzwerkarbeit im Bildungsbereich ausgezeichnet
24.04.2012, 11:06 Uhr

Am 23. April wurde der Sustainability Award in der Kategorie „Regionale Kooperationen“ von Lebens- und Wissenschaftsministerium dem Projekt „Innovationen Machen Schulen Top (IMST)“ des Instituts für Unterrichts- und Schulentwicklung überreicht.

 

 

Innovationen im Bildungsbereich zu entwickeln und nachhaltig wirksam werden zu lassen, das ist das erklärte Ziel des österreichweiten Bildungsprojekts „Innovationen Machen Schulen Top (IMST)“, das in verschiedenen Projektstufen seit 1998 vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung koordiniert wird. IMST ist ein vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur beauftragtes Projekt, das eine Vielzahl an Partnerinstitutionen einbindet. Eine der zentralen Aktivitäten von IMST ist die Initiierung und Förderung von Netzwerken in den Bundesländern. Die so genannten IMST-Netzwerke unterstützen engagierte Lehrerinnen und Lehrer und bringen innovative Ideen in die LehrerInnenbildung ein.

 

Für diese Initiative wurde der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt am 23. April 2012 der Sustainability Award überreicht. Eine internationale Fachjury wählte aus 77 Einreichungen acht Gewinner-Institutionen. Das Projekt IMST wurde insbesondere für seine nachhaltige Wirkung auf regionaler Ebene ausgezeichnet. Franz Rauch, Leiter des IMST-Netzwerkprogramms, erklärt die Wirkungsweise der Netzwerke folgendermaßen: „Steuergruppen in den Bundesländern bauen – passend für die jeweiligen Strukturen in den Ländern – Netzwerke auf, tauschen sich aus, unterstützen Weiterbildungsmaßnahmen oder entwickeln Projekte. Wir organisieren darüber hinaus einen österreichweiten Austausch dieser Plattformen, sodass gute Ideen und Erfahrungen auch von anderen Bundeländern genutzt werden können. Die Regionalen Netzwerke funktionieren mit einem relativ bescheidenen Mitteleinsatz, viel persönlichem Engagement von Lehrkräften und nachhaltigen Netzwerkstrukturen.“

 

„Unsere jahrelange Erfahrung und die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Schulpraxis und Schulbehörde machen diese Teamleistung erst möglich. Neben der Etablierung von Netzwerken ist es im Rahmen von IMST gelungen, in Österreich über tausend Projekte an Schulen zu betreuen und deren Ergebnisse im Internet und in Publikationen breit zugänglich zu machen sowie 18 Regionale Fachdidaktikzentren an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten und sechs Austrian Educational Competence Centres zu initiieren. Ergebnisse von IMST fließen unter anderem in die EU-Programme FIBONACCI und PROFILES ein", so der Initiator und Leiter von IMST, Konrad Krainer.

 

Weitere Informationen unter http://www.imst.ac.at.

 

 

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AAU mit Sustainability Award ausgezeichnet (Foto: BMLFUW/Bernhard Kern)


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67 Forschungsthemen in 7 Stunden: Lange Nacht der Forschung in Klagenfurt
24.04.2012, 11:04 Uhr

Am 27. April 2012 öffnen Alpen-Adria-Universität und Lakeside Science & Technology Park ihre Tore für alle Interessierten von Klein bis Groß.

 

Hier die wichtigsten Daten und Fakten:

 

Termin:

Freitag, 27. April 2012
Eröffnung um 16:30 Uhr im Hörsaal A durch VertreterInnen der LSP-Geschäftsführung und der Universitätsleitung, danach stellen sich alle 67 Projekte in jeweils 30 Sekunden in einer Madness-Show vor
Moderation: Bernhard Bieche
Die Veranstaltung endet um 23:00 Uhr.

 

Ort:

Gelände der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und des Lakeside Science & Technology Parks

 

Rahmenprogramm:     

Vortrag von ORF-Anchorman Armin Wolf zum Thema „Vernetzte Neue Welt: Wie Social Media unsere Kommunikation und Information verändern“
19:30 Uhr im Stiftungssaal des Servicegebäudes

 

Das Publikum kann via SMS-Voting die beliebteste Station küren. Publikumspreise sind eine KELAG-Ballonfahrt und ein iPad.

 

Die Lange Nacht der Forschung bietet einen Bummel durch die faszinierende Welt der Wissenschaft mit insgesamt 67 Stationen, einem Talenteraum mit drei Programmpunkten sowie einem eigenen Kunst- und Kulturprogramm. Außerdem gibt es maßgeschneiderte Angebote für Kinder. An der letzten LNF haben 2010 6.500 Menschen aus ganz Kärnten teilgenommen.

 

Bespielt wird das Programm von Forscherinnen und Forschern, die an neuen Technologien arbeiten, Kultur und Gesellschaft hinterfragen sowie Wirtschaft und Unternehmertum weiterentwickeln – mit Stationsfragen wie: „Kann ein Gesicht ein Passwort sein?“, „Wie wurden im Mittelalter auf einer Baustelle Lasten gehoben?“, „Wie weiß das Web, wo was ist?“, „Wie kann man mit Ideen Geld verdienen?“, „Knacken Sie den geheimen Code?“, „Welche Eigenschaften hat die menschliche Haut?“, „Wie können Sie ökologisch handeln“?, „Wie heizt man mit der Sonne?“ und vieles mehr.

 

Weitere Informationen unter www.lnf2012.at sowie www.facebook.com/lnfkaernten

Das Programmheft können Sie hier herunterladen.


Gratis Eintritt

 

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Rückblick: LNF2010 (Fotos: Maurer)

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Einflüsse gesellschaftlicher Entwicklungen auf das Alter
24.04.2012, 11:00 Uhr

Paul Kellermann referiert am 26. April um 18:00 Uhr im Stiftungssaal zu den veränderten Bedingungen des alltäglichen Lebens im Alter. Im Rahmen des 2. Forums des Seniorstudiums Liberale findet die erste Zertifikatsverleihung an eine Absolventin statt.

 

Das Leben im Alter hat sich stark gewandelt. Menschliche Aktivitäten und Innovationen bewirkten die Verbesserungen der medizinischen Versorgung, der Ernährung und der Wohnverhältnisse, die starke Verringerung der Säuglingssterblichkeit, die wirksame Bekämpfung von Epidemien und frühem Sterben sowie die Heilung von vielen Krankheiten. Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle Verlängerung des durchschnittlichen Lebensalters in industriell entwickelten Ländern, aber auch ein starkes Wachstum der Erdbevölkerung.

 

Mit dem immer häufiger zu hörenden Wort „Überalterung“ scheint sich ein Trend durchzusetzen; die Wörter „Generationenkonflikt“ oder „Pensionskrise“ deuten in dieselbe Richtung: Der steigende Bevölkerungsanteil älter werdender Menschen wird zunehmend als Bedrohung beschrieben, der man Einhalt gebieten müsse. „Standard & Poor’s“ warnt Europa vor Vergreisung. Doch auch die Werbewirtschaft hat ihr Interesse an den „Best Agers" erkannt: Die neuen Senioren und Seniorinnen gelten als ein besonders finanzkräftiges Publikum. Auch die spekulative Finanzwelt will diese KonsumentInnen für sich gewinnen.

 

Abschließend wird Paul Kellermann von einer Initiative berichten, welche die Gründung eines "Collegium Academicum Europeaum"  für ältere Intellektuelle zum Ziel hat. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Entwicklungen Europas und der europäischen Universität gelegt.

 

Im Rahmen des 2. Forums des Seniorstudiums Liberale findet die erste Zertifikatsverleihung an eine Absolventin des Universitätslehrgangs statt. Gishild Scherr wurde 1940 geboren, hat 2007 ihr Seniorstudium Liberale aufgenommen und sich inhaltlich auf Philosophie spezialisiert. Sie hat den Universitätslehrgang mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Ihre Projektarbeit, die Teil des Studienplans ist, hat sie zum Thema „Philosophische Betrachtungen über Alter, Wissen, Bildung, Weisheit, Denken“ verfasst.

 

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Nobody knows the trouble I've seen

(Foto: Paul Kellermann)

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Resolution der Betriebsversammlung des wissenschaftlichen Personals der AAU zum Abberufungsverfahren
24.04.2012, 10:53 Uhr

Die Betriebsversammlung des wissenschaftlichen Personals der Alpen-Adria-Universität verabschiedete am 19. April 2012 folgende Resolution:

 

Bereits jetzt ist durch die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Universitätsrat und Rektor für die Universität großer ideeller, materieller und finanzieller Schaden entstanden. Ohne Gegenstimme schließt sich die Betriebsversammlung des wissenschaftlichen Personals den Beschlüssen des Senats an, wonach keine gravierenden Gründe für eine Abberufung des Rektors vorliegen. Sie empört sich, dass die unmittelbar betroffenen Universitätsmitglieder weder angemessen informiert und schon gar nicht gehört wurden. Es ist der paradoxe Fall eingetreten, dass Schäden, deren Verhinderung die eigentliche Aufgabe des Universitätsrates ist, gerade von ihm verursacht wurden.

 

Dem „teuren“ Universitätsrat wird dringend empfohlen, keine schwerwiegenden Beschlüsse zu fassen, die über seine noch kurze Amtszeit hinaus wirken.


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Mehr Nahrung für weniger Menschen?
17.04.2012, 12:29 Uhr

Wie viel Land brauchen wir, um unsere Ernährung zu sichern? Thomas Kastner vom Institut für Soziale Ökologie zeigt, dass nicht nur Bevölkerungswachstum, sondern auch Veränderungen in Ernährungsmustern global eine entscheidende Rolle spielen.

Die Studie wurde gemeinsam mit Kollegen der Universität Groningen in den Niederlanden durchgeführt. In der Woche vom 16. April 2012 wurde in den renommierten PNAS / Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America ein Artikel dazu publiziert.



Ernährungssicherheit ist eines der wichtigsten Themen der globalen Gesellschaft. Ackerland ist weltweit nur in einem bestimmten Ausmaß nutzbar. Wie viel Fläche für Ernährung benötigt wird, hängt von drei Faktoren ab: von der Bevölkerungszahl, dem Ernährungsstil und dem Flächenertrag. Bei diesen drei Bereichen gibt es weltweit große Unterschiede.


Thomas Kastner (Institut für Soziale Ökologie) und seine Kollegen haben die Entwicklungen der letzten 46 Jahre für alle Kontinente auf Basis von Daten der UN Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) quantifiziert. „Wir sehen dabei, dass sich die Ernährungsmuster in fast allen Regionen stark verändert haben: die Menschen essen mehr Fleisch und andere ressourcenintensive Produkte. Gleichzeitig braucht man immer weniger Fläche, um denselben Ertrag zu erzielen,“ fasst Thomas Kastner zusammen. Am stärksten sind diese Entwicklungen in den „emerging economies“ in China, Brasilien und Indien zu beobachten. Die Wissenschaftler analysierten das Zusammenspiel von Änderungen der drei Faktoren in Bezug auf den Bedarf an Land. Außerhalb der westlichen Industrienationen heben Bevölkerungswachstum und Ernährungsumstellungen die Ertragssteigerungen mehr als auf. Die Ergebnisse zeigen eine klare Beziehung auf: sozio-ökonomische Entwicklung führt zu sinkendem Bevölkerungswachstum und gleichzeitig zu ressourcenintensiveren Ernährungsmustern. In vielen Regionen wird der Bedarf an Land deshalb trotz geringerem Bevölkerungswachstum und besserer Technologie steigen.


ARTIKEL # 2011-17054RR
“Global changes in diets and the consequences for land requirements for food”
Thomas Kastner, Maria Jose Ibarrola Rivas, Wolfgang Koch, Sanderine Nonhebel
PNAS, Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America
http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1117054109


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Thomas Kastner
(Foto: Pilo Pichler)

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Das Ende der einen Heimat
17.04.2012, 12:26 Uhr

Am  4. und 5. Mai 2012 findet an der Alpen-Adria-Universität die Tagung  „Migration bewegt … und bildet …“ statt. Ziel ist es, neuere Perspektiven auf Migration, Diversität und Bildung zu diskutieren und migrationsgeprägte Entwicklungen zu betrachten.

Referieren werden WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und JournalistInnen.


Es gibt kaum eine Diskussion, die so sehr von Klischees geprägt ist, wie der öffentliche Diskurs zu Migration. Wenn heute öffentlich über Migrationsfragen debattiert wird, kommt man schnell auf die so genannte „Ghettothematik“, beklagt die Entwicklung von „Parallelgesellschaften“ und erklärt die „multikulturelle“ Stadt für gescheitert. Diese Form des Umgangs richtet ununterbrochen Grenzen auf, macht Menschen permanent als „Fremde“ sichtbar und reduziert die Gesellschaft auf „Wir“ und die „Anderen“. „Diese Umgangsweise ist nicht nur politisch fatal, sie versperrt vielmehr den Blick auf eine Vielzahl von Alltagsstrategien und auf die gesellschaftsverändernde Kraft von Migrationsbewegungen“, so die Veranstalter der Tagung. 


Erol Yildiz und Marc Hill vom Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung möchten mit der Tagung zeigen, dass ein neuer Blick auf die Thematik notwendig ist. In ihrem gemeinsamen Vortrag geht es um „Das Postmigrantische“. Yildiz führt dazu weiter aus:  „Gerade MigrantInnen der zweiten und dritten Generation setzen sich sowohl mit der Migrationsgeschichte ihrer (Groß-)Eltern, als auch mit der Gesellschaft, in der sie aufgewachsen sind, auseinander. Sie versuchen andere Geschichten, die bisher nicht erzählt wurden, in das öffentliche Gedächtnis zu bringen. Dieses neue Verständnis nennen wir ‚postmigrantisch‘.“


„Das Postmigrantische“ verweist bereits auf das Ende der Erzählungen von der einen Heimat. Aus einer nationalen Perspektive ist die Frage der Heimat häufig verbunden mit der Frage: „Wo kommst Du her?“ Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund bekommen diese Frage sehr häufig gestellt. Nach dem Journalisten und Autor Mark Terkessidis, der einen Vortrag auf der Tagung halten wird,  sollte es egal sein, woher die Menschen kommen, entscheidend sei doch die Zukunft. Sein Fazit: „Die historischen Fäden verlaufen in alle möglichen Richtungen. Was existiert, ist die gemeinsame Zukunft. Es ist egal, woher die Menschen kommen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Polis aufhalten. Wenn erst einmal die Zukunft im Vordergrund steht, dann kommt es nur darauf an, dass sie jetzt, in diesem Moment anwesend sind und zur gemeinsamen Zukunft beitragen.“


Der Tagungsstandort Kärnten ist für das Thema Migration besonders prädestiniert. Zum einen wird deutlich, dass auch für kleinere Städte und ländlichere Regionen Migrationsbewegungen eine hohe Bedeutung haben und zum anderen befindet sich Kärnten in einer Grenzlage. Durch die EU-Osterweiterung hat sich das südlichste Bundesland Österreichs aus einer europäischen Randlage heraus zu einem transnationalen Knotenpunkt entwickelt. Migration ist hier für die soziale, kulturelle sowie ökonomische Entwicklung ein wesentlicher Faktor.


Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

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Staunen, eintauchen, mitmachen: Lange Nacht der Forschung in Klagenfurt
17.04.2012, 12:25 Uhr

Am 27. April geht österreichweit der größte Forschungsevent über die Bühne – mit 67 Stationen im Lakeside Science & Technology Park und an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Einer von vielen Höhepunkten ist ein Vortrag von ORF-Anchorman Armin Wolf.


Die Natur im Nationalpark beobachten, ohne ständig mit WissenschaftlerInnen vor Ort zu sein? Funktioniert das? Ja, sagen die Forscherinnen und Forscher in den Lakeside Labs, die dafür geeignete Lösungen entwickeln. Da in einem Nationalpark keine fixe Stromversorgung existiert, muss das Sensornetzwerk von Kameras und Mikrofonen so errichtet werden, dass es mit Batterien und erneuerbarer Energie funktioniert. Wie man diese Geräte in einer Gegend ohne Infrastruktur am Laufen hält, erklären Claudia Prüggler und ihre KollegInnen der Lakeside Labs.


An der Universität stellen Marc Hill und Viktorija Ratković gemeinsam mit KollegInnen die Frage: Wie international ist Kärnten? Sie zeigen, woher die in Kärnten lebenden Menschen kommen und wo sie in Zukunft leben werden, wie sich die Mobilität der Menschen auf das Leben auswirkt, welche Sprachen sie sprechen und wie Mehrsprachigkeit in Familie, Kindergarten und Schule funktioniert. Einer von mehreren Schwerpunkten widmet sich den Gastarbeiterinnen in Kärnten. Die BesucherInnen werden eingeladen, selbst die Spuren ihrer eigenen Internationalität zu entdecken.


Diese beiden Stationen stehen für zwei von insgesamt 67 Forschungsprojekten, die sich präsentieren. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Kultur & Gesellschaft über Technik & Technologie bis zu Wirtschaft & Unternehmertum -  mit Stationsfragen wie: „Wer sind wir in Facebook, Twitter & Co.?“, „Müssen Verkehrsdaten genau sein?“, „Wieviel Schmutz vertragen Herz und Hirn eines Computers?“, „Wie handle ich als VideospielerIn?“, „Wie poppt Popcorn?“, „Welche Rolle haben Sie bei der Entwicklung von neuen Produkten?“, „Wie wird aus Bewegung Energie?“, „Was kann die Haustechnik von morgen?“, „Wie misst man die Qualität von Treibstoff?“, „Was und wie habe ich im Leben gelernt?“ und vieles mehr.


Fakten:
Lange Nacht der Forschung, 27. April 2012, 16:30 – 23:00 Uhr
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Lakeside Science & Technology Park
Eröffnung um 16:30 Uhr im Hörsaal A


Weitere Informationen unter www.lnf2012.at sowie www.facebook.com/lnfkaernten
Eintritt frei, gratis Parkplätze, gratis Bus-Shuttles


Rückfragen an mack@lakeside-scitec.com (Lakeside Science & Technology Park) und romy.mueller@aau.at (Alpen-Adria-Universität)


Programmbroschüre LNF2012 Link

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Rückblick: LNF2010 (Foto: Maurer)

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Wenn Geschwister außerhalb der Herkunftsfamilie aufwachsen
17.04.2012, 12:07 Uhr

Eine Studie am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung analysierte das Zusammenleben von Geschwistern in Fremdunterbringung.


Geschwisterbeziehungen gehören zu den langjährigsten Beziehungen im Leben eines Menschen – dies gilt auch für Kinder, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben. Dennoch gibt es bisher kaum fundiertes Wissen über das Zusammenleben dieser Kinder. Sylvia Leitner, Ulrike Loch und Stephan Sting (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) begaben sich mit einer empirischen Studie auf dieses wissenschaftliche Neuland in der Sozialpädagogik.


In der Untersuchung werden Perspektiven von Kindern und Jugendlichen auf ihre Geschwisterbeziehungen und Erfahrungen in SOS-Kinderdorf-Familien rekonstruiert sowie die Geschwisterlichkeit erhoben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben neun Fälle detailliert analysiert. Beleuchtet wurden sowohl die Geschwister außerhalb der Kinderdorffamilien als auch die so genannten „Hausgeschwister“.


Das zentrale Ergebnis der Studie: Geschwisterbeziehungen sind von Grund auf ambivalent, da sie in komplexer Weise mit den Lebensgeschichten und den sozialen Kontexten der jeweiligen Geschwistergruppe verflochten sind. Als Folge davon stellen Geschwisterbeziehungen immer eine pädagogische Gestaltungsaufgabe dar, bei der es unter anderem um die Auseinandersetzung mit Rivalität, um den Aufbau von Vertrauen und Unterstützung und um die Begleitung von Ablöseprozessen geht. Betroffen ist sowohl die Ebene jedes einzelnen Geschwisterkindes als auch die Geschwistergruppe. In der Fremdunterbringung ist eine „pädagogische Geschwisterarbeit“ erforderlich, die der Dynamik von Geschwisterbeziehungen Beachtung schenkt und reflektiert, dass pädagogische Interventionen nicht nur das jeweilige Kind, sondern immer auch die Geschwistergruppe als Ganzes betreffen.


Leitner, Sylvia; Loch, Ulrike & Sting, Stephan (2011). Geschwister in der Fremdunterbringung. Fallre - konstruktionen von Geschwisterbeziehungen in SOS-Kinderdörfern aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen. Wien: LIT.


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